10 Tipps: So frisst auch ein wählerisches Pferd seine Ergänzungsfutter

Mar 16, 2023Daniela Spliethove

Frisst dein Pferd jedes neue Ergänzungsfuttermittel mit Begeisterung? Glückwunsch, dann gehörst du zu den wenigen Glücklichen. Viele Pferde sind nämlich echte Feinschmecker und reagieren skeptisch, sobald sich Geschmack, Geruch oder Konsistenz ihres Futters verändern.

Gerade wenn dein Pferd wichtige Ergänzungsfuttermittel benötigt, kann das schnell zur Geduldsprobe werden. Zum Glück gibt es einige einfache Tricks, mit denen du selbst wählerische Pferde Schritt für Schritt an neue Produkte gewöhnen kannst.

1. Starte mit kleinen Mengen

Gewöhne dein Pferd langsam an das neue Ergänzungsfuttermittel. Mische zunächst nur eine kleine Menge unter das gewohnte Futter und erhöhe die Portion nach und nach. So kann sich dein Pferd langsam an Geschmack und Geruch gewöhnen.

2. Den Geschmack geschickt überdecken

Manche Ergänzungsfuttermittel riechen oder schmecken einfach ungewohnt. Oft hilft es, sie mit einem besonders beliebten Leckerbissen zu kombinieren.

Beliebte Helfer sind zum Beispiel:

  • etwas Apfelmus
  • frische Minze
  • geriebener Apfel
  • Karottenraspel
  • ein zerdrücktes Pfefferminzbonbon oder andere Lieblingsleckerlis

So wird der ungewohnte Geschmack häufig deutlich besser akzeptiert.

3. Mit angefeuchtetem Futter mischen

Feuchtes Futter bindet Pulver deutlich besser und verhindert, dass es aussortiert wird.

Du kannst das Ergänzungsfuttermittel beispielsweise unter eingeweichte Heucobs, Rübenschnitzel oder leicht angefeuchtetes Müsli mischen. Gleichzeitig nimmt dein Pferd auf diese Weise zusätzlich Flüssigkeit auf.

4. Verschiedene Darreichungsformen ausprobieren

Nicht jedes Pferd mag Pulver.

Manche akzeptieren Pellets deutlich lieber, andere bevorzugen flüssige Produkte oder Pasten. Wenn dein Pferd ein Ergänzungsfuttermittel verweigert, lohnt sich oft ein Wechsel der Darreichungsform.

5. Langsam an die empfohlene Menge herantasten

Vor allem empfindliche oder sehr wählerische Pferde profitieren davon, wenn die Fütterungsmenge über mehrere Tage oder sogar Wochen langsam gesteigert wird.

So bleibt die Umstellung stressfrei und dein Pferd hat genügend Zeit, sich an das neue Produkt zu gewöhnen.

6. Falls nötig: Direkt ins Maul eingeben

Manche Ergänzungsfuttermittel lassen sich problemlos mit einer Eingabespritze direkt ins Maul verabreichen.

Das kann besonders hilfreich sein, wenn dein Pferd das Produkt konsequent aus dem Futter aussortiert. Achte dabei immer auf eine ruhige, stressfreie Handhabung.

7. Für etwas Abwechslung sorgen

Auch Pferde mögen Abwechslung.

Du kannst Ergänzungsfuttermittel zum Beispiel über unterschiedliche Fütterungsmöglichkeiten anbieten:

  • Leckerli-Bälle
  • Schlecksteine
  • Beschäftigungsfutter
  • interaktive Futterspielzeuge

Das macht die Fütterung interessanter und lenkt gleichzeitig vom ungewohnten Geschmack ab.

8. Lass dich beraten

Wenn dein Pferd besondere gesundheitliche Anforderungen hat oder dauerhaft Ergänzungsfuttermittel benötigt, lohnt sich die Beratung durch deinen Tierarzt oder eine qualifizierte Fütterungsberatung.

Gemeinsam könnt ihr das passende Produkt auswählen und den Fütterungsplan optimal auf dein Pferd abstimmen.

9. Halte eine feste Routine ein

Pferde lieben Gewohnheiten.

Füttere möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit und gib das Ergänzungsfuttermittel immer nach dem gleichen Ablauf. Eine vertraute Routine sorgt häufig dafür, dass neue Produkte schneller akzeptiert werden.

10. Bleib geduldig

Der wichtigste Tipp überhaupt: Bleib entspannt.

Pferde reagieren sehr sensibel auf unsere Körpersprache. Wenn du selbst nervös bist oder beim Füttern besonders viel Aufhebens machst, merkt dein Pferd das sofort.

Bleib ruhig, gib deinem Pferd Zeit und setze es nicht unter Druck. Viele anfangs skeptische Pferde akzeptieren ein neues Ergänzungsfuttermittel nach einigen Tagen oder Wochen ganz selbstverständlich.

Fazit

Ein mäkeliges Pferd an ein neues Ergänzungsfuttermittel zu gewöhnen, braucht manchmal etwas Geduld, aber es lohnt sich.

Mit kleinen Mengen, einer langsamen Gewöhnung und ein paar einfachen Tricks lässt sich die Akzeptanz oft deutlich verbessern. Probiere verschiedene Fütterungsmethoden aus und finde heraus, was für dein Pferd am besten funktioniert.

Solltest du trotz aller Versuche keinen Erfolg haben oder dein Pferd aus gesundheitlichen Gründen auf bestimmte Ergänzungsfuttermittel angewiesen sein, hole dir Unterstützung von deinem Tierarzt oder einer qualifizierten Fütterungsberatung.

Mit etwas Geduld findest auch du die passende Lösung – damit dein Pferd alle wichtigen Nährstoffe erhält und gesund und vital bleibt.

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